Band: VANISH
Albumtitel: Come To Wither
Label/Vertrieb: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 2010
Laufzeit: 16:46 Minuten
Autor: Steffi Müller
Bewertung: 10 von 15 Punkten
Dass hinter der Bezeichnung "Vanish" auch viel mehr stecken kann, als nur ein einfaches Mittel zur Fleckenentfernung, beweisen die Jungs aus Rottenburg bei Stuttgart mit gekonnter, musikalischer Überzeugungskraft. Deutschen Power-Metal, mit einer gewissen Eigenständigkeit und eigenem Wiedererkennungswert, bieten die fünf Musiker auf ihrer neusten EP "Come to Wither", und geben so einen Vorgeschmack auf das, was an Metal noch so von ihnen kommen könnte. Würde sich doch endlich nur ein Label finden, dass diese Musiker, mit reichlich Bühnenerfahrung und ausreichender Kreativität, ja sogar mit selbst produziertem Album, unter Vertrag nehmen würde. "Vanish" vereinen in ihrer Art Metal moderne Synthesizer-Sounds, progressive Elemente und traditionelle Einflüsse. Dabei wird geschickt auf eine eingängige Melodieführung geachtet, die, durch die ausdrucksstarke Stimmgewalt von Sänger Bastian Rase, einen besonderen Ohrwurm-Charakter verspricht. Drei Songs, die irgendwie Lust auf mehr machen. Besonders angetan hat es mir dabei "The Grand Design". Hier zeigt sich verstecktes Potential, das unbedingt entdeckt werden sollte. Ein anfänglich ruhiger Song, der steigernd Fahrt aufnimmt, rhythmisch variiert, dabei große Abwechslung bietet und auch nicht auf den hymnenartigen Refrain verzichtet. Alles das, was ein gutes Stück Power-Metal ausmachen sollte und gleichzeitig beweist, dass Sänger und Instrumentalisten verschiedenste musikalische Raffinessen zu meistern wissen. Insgesamt also eine Band, der man die Daumen drücken sollte. Ich jedenfalls werde ab jetzt meine Ohren wohl öfter mal Richtung Rottenburg stecken. Wer das auch machen will, sollte einmal auf der MySpace-Seite von "Vanish" schauen, und sich selbst einen Eindruck vom Sound der Band machen. Fazit: Daumen hoch!






